Kyōto - alleine schon eine Reise wert!

gehört zu jeder Reise nach Japan!

Wir verbrachten drei Tage in Kyōto, wobei ein Tag für Ausflüge nach Nara und Fushimi reserviert war. Mit rund 1,5 Millionen Einwohnern ist Kyoto die historisch und kulturell bedeutendste Stadt Japans. Von 794 bis 1868 diente sie als Sitz des kaiserlichen Hofes.

Unser erster Halt war der Kaiserpalast. Die Gärten dort waren wunderschön, aber die Gebäude selbst waren nicht so beeindruckend. Weiter ging es zum Ginkaku-ji Tempel, der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Als Besucher (und es gibt viele!) spazierten wir an malerischen Sandgärten, Teichen und Moosgärten vorbei.

Von dort wollten wir zum Philosophenweg starten. Dabei entdeckten wir ein kleines Café in einem über 100 Jahre alten Gebäude, das bereits von den Großeltern der jetzigen Besitzerin betrieben wurde. Dort genoss ich eine köstliche Mahlzeit mit Produkten aus dem Garten.

Schließlich machten wir uns auf zum Philosophenweg, der sich etwa 2 Kilometer entlang eines kleinen Kanals erstreckt. Das Herbstlaub machte diesen Weg besonders malerisch. Natürlich kamen wir auch hier wieder an einem Schrein vorbei, dem Ōtovo-Schrein. Unser nächstes Ziel war der Eikandō-Tempel, dessen Gartenanlage für ihr atemberaubendes Herbstlaub bekannt ist. Das kann ich nur bestätigen. 

Im Stadtteil Fushimi von Kyoto liegt ein besonderes Kleinod: der Fushimi Inari-Taisha. Er zählt zu den ältesten und bekanntesten Shintō-Schreinen der Stadt.  Besonders beeindruckend sind die Alleen aus Tausenden von orangen Torii auf dem Gelände des Schreins.

Vorher hatten wir noch einen Ausflug nach Nara gemacht, die erste Hauptstadt Japans (710-784).

 

Ein starker Kontrast zu den vielen historischen Tempeln und Schreinen bildet der Bahnhof von Kyoto. Das von Hiroshi Hara entworfene Gebäude ist 70 Meter hoch, 470 Meter lang und hat eine Grundfläche von 237.689 m². Lange Rolltreppen führen auf das Dach des Gebäudes und bieten einen atemberaubenden Blick über die Stadt. Ein Besuch lohnt sich!

Nach dem Trubel der Stadt bietet der Shōsei-en Garten eine willkommene Oase der Ruhe. Besonders im Herbst ist es hier wunderschön.

Kyoto hat aber noch mehr zu bieten! Die Kiyamachi-Dori, im Herzen der Stadt gelegen, ist eine faszinierende historische Straße, die ein einzigartiges Zusammenspiel von kulturellem Erbe und modernem Flair bietet. Parallel zum ruhigen Takase-Fluss verlaufend, führt sie zwischen Holzfassaden hindurch und vorbei an kleinen Geschäften und spannenden Restaurants. Hier konnte ich mir natürlich ein kulinarisches Highlight nicht entgehen lassen.

Ein weiteres Highlight ist die Hanamikoji-dori, die berühmte Hauptstraße im historischen Gion-Viertel von Kyoto. Bekannt ist sie für ihre traditionellen Holzhäuser, Teehäuser (Ochayas) und die Chance, Geishas (Geiko) und Geisha-Lehrlinge (Maiko) auf dem Weg zu ihren Terminen zu sehen.

Kurz vor unserer Abreise nach Osaka stießen wir zufällig auf den Higashi Hongan-ji Tempel. Überraschenderweise war er kaum besucht, was uns einen ruhigen Abschied von Kyōto ermöglichte. 

Jetzt waren wir gespannt auf unsere letzte Station: Osaka!